Heute stand wieder mal ein Rundgang mit
Stattreisen Karlsruhe auf dem Programm. Wir wollten diesmal den nördlichen Teil der Oststadt mit seinen traditionsreichen Unternehmen wie etwa der Privatbrauerei Hoepfer und
Wolff & Sohn (Kaluderma), sowie viele repräsentative Jugendstil-Gebäude erkunden.
Doch es kam anders: Frau Dietz konnte die Führung nicht machen, so gab es als Ausweichangebot das „
Dörfle“ mit Frau Baumann. Unter dem vielversprechenden Titel
„Handwerker, Huren, Künstler und Studenten“ machten wir uns auf den Weg durch einen der ältesten Teile der Stadt, der selbst lange nicht zur Stadt Karlsruhe gehörte. Das Dörfle oder auch „Klein Carlsruhe“ genannt war der Ort, an dem sich die mittellose Unterschicht der neugegründeten Stadt niederließ, da hier die Bauvorschriften und dergleichen nicht so streng waren. Hier ging vieles, was in der 1715 gegründeten Bürger-Stadt nicht so einfach ging.
Zuerst stand der liebevoll objektsanierte Teil des Dörfles zwischen Kaiser-, Kapellen- und Wladhornstraße auf dem Programm. Gewachsene Strukturen, schön sanierte Häuser, belebte Plätze, wie bspw. der Fasanenplatz. Auch am Seilerhaus, einem der ältesten Gebäude in Karlsruhe aus dem 1723 kamen wir vorbei.
Der mittlere Teil der Führung beschäftigte sich mit dem flächensanierten Teil um die Fritz-Erler-Straße, einer Schneise, die Anfang der 1970er Jahre in die gewachsene, aber zugegeben vergammelte, Stadtstruktur geschlagen wurde. Hier wird das Bild von neuen, hässlichen Klötzen geprägt. Die Plätze sind verwaist und seelenlos.
Den Abschluss findet die Führung, die diesmal in umgekehrter Richtung stattfand am Lidellplatz im Herzen der Stadt, hier gibt es wieder Leben und viele historische Gebäude. Auch wenn wir nicht das bekamen, was wir eigentlich wollten, so war auch diese Exkursion wieder sehr interessant. Der gemütliche Abschluss fand im Garten des „Café Palaver“ im Gewerbehof statt.

Gruppe / Medelsohnplatz
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